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Sowohl unsere diagnostische als auch unsere heilpädagogisch-therapeutische  Herangehensweise ist auf der Grundlage fach – und sachorientierten wissenschaftlichen Denkens und Handelns insofern eine besondere, als dass unser grundsätzliches Verständnis von Problematiken und therapeutischen Notwendigkeiten ein sehr pragmatisches, am Hier und Jetzt und der unmittelbaren Realität der Klienten orientiertes ist.

Oft erleben Kinder und Familien eine lange Geschichte inner – und ausserfamiliärer Probleme, die ein Kind mit Besonderheiten über Jahre hinweg mit sich gebracht hat, und sowohl das Kind als auch seine Eltern haben ausschliesslich negative und problematisierende Zuschreibungsprozesse aus dem Umfeld erlebt. In vielen Fällen kommen Eltern und Kinder auch mit akut auftretenden Problematiken mit sehr dramatischen und bedrohlichen Auswirkungen und Symptomatiken, die ein unmittelbares Eingreifen und Handeln notwendig machen. Häufig haben Familien und Kinder schon über lange Zeiträume oder mehrere Stationen hinweg Erfahrungen mit helfenden Systemen gemacht und können weder den Glauben daran, dass therapeutische Interventionen tatsächlich wirksam sein können, noch die nötigen Ressourcen aktivieren, um bei uns noch einmal therapeutisch völlig neu zu starten. Sowohl Eltern als auch Kinder kommen dann mit ausgeprägten Gefühlen von Resignation und Erschöpfung, während sich gleichzeitig die problematische Situation immer mehr zuspitzt. Kinder und Erwachsene mit traumatisierenden Lebensereignissen in ihrer Biografie bringen zudem eine extrem hohe Verletzlichkeit mit, mit äußerst bedrohlichen Erfahrungen in Situationen, die ein Machtgefälle postulieren, oft verknüpft mit der Erfahrung, dass Vertrauen gefährlich ist.

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All diesen Faktoren täglich begegnend haben wir einen diagnostischen und heilpädagogisch-therapeutischen Arbeitsansatz entwickelt und konzipiert, der sowohl schnell effektiv ist, als auch hochgradig flexibel und und den besonderen Bedürfnissen der Lebenssituationen der Klienten Rechnung trägt. Dieser Ansatz ist nicht als theoretisches Konstrukt am Schreibtisch entstanden, sondern lebendig gewachsen und oft aus der Not heraus geboren, therapeutisch wirksam sein zu wollen, mit üblichen Vorgehensweisen aber nur begrenzte Fortschritte zu erzielen.

Der Begriff des multimethodischen Arbeitens bedeutet innerhalb unserer besonderen Arbeitsweise nicht nur, dass verschiedene Therapeuten mit verschiedenen Ansätzen interdisziplinär miteinander verknüpft arbeiten, sondern beinhaltet eine völlig neue Herangehensweise in therapeutischen Prozessen. Aus einem stetig wachsenden Methodenpool schöpfend, werden unterschiedlichste therapeutische Ansätze so ineinander verwoben, verzahnt, verbunden und variiert, dass sie sich nicht nur gegenseitig an den Punkten ergänzen wo jeder einzelne Ansatz an seine Grenzen stößt, sondern intensive Synergieeffekte in ihrer Wirkung erzeugen.

Auf diese Weise sind wir in der therapeutischen Arbeit und in Krisensituationen schnell und effektiv wirksam, können eine rasche Entlastung für die Klienten bewirken und auch hochkomplexe Problematiken bearbeiten.