Eine ausführliche Traumaanamnese und Diagnostik beinhaltet neben der Erhebung traumatischer Ereignisse die Suche nach verdeckten und offensichtlichen Traumasymptomen. Dabei wird das gesamte Umfeld des Kindes miteinbezogen. Nur so kann eine Abgrenzung zu anderen Störungsbildern erfolgen oder zusätzliche Störungen erkannt werden. Die Identifikation von symptomauslösenden Hinweisreizen ist somit außerdem möglich.
Besonders bei früh- und komplextraumatisierten Kindern, die in Pflegefamilien oder stationären Einrichtungen leben, sind die traumatisierenden Erlebnisse in der Ursprungsfamilie nicht oder nur teilweise bekannt, daher werden auftretende Probleme in der Entwicklung oder im Verhalten des Kindes häufig nicht mit traumatischen Ereignissen in Zusammenhang gebracht und als Traumastörung diagnostiziert.
Die Diagnostik bleibt auch im Rahmen der Therapie Bestandteil des fortlaufenden Prozesses.

